Neugeborenenfotografie: Wie funktioniert das konkret?

Neugeborenenfotografie

Die Katze im Sack zu kaufen ist doof. Deswegen bekommt ihr in diesem Beitrag die wichtigsten Informationen zur Neugeborenenfotografie.

Was ist der Unterschied zwischen Neugeborenenfotografie und Babyfotografie?

Für die Neugeborenenfotografie nutze ich die blödeste Zeit, die ihr euch vorstellen könnt 😉 – nämlich die ersten 10 Lebenstage. Genau die Zeit, in der ihr niemanden sehen wollt, alle Hände voll zu tun habt, an einen Stillrhythmus noch gar nicht zu denken ist und die Augenringe das Gesicht dominieren. Gemein! Und dennoch. Es hat einen Grund, warum ich nur die ersten 10 Tage zu euch komme und dann erst ab dem 4./5. Lebensmonat mit der Babyfotografie wieder einsteige. Warum nun diese Unterscheidung und lange Pause? Und wieso zum Henker so früh?

Der Grund ist einfach: Neugeborene sind an den ersten Tagen herrlich schläfrig und ruhig. Die Tage nach der Geburt bieten sich deswegen für Fotoshootings an. Die Babys verschlafen den Trubel (der sich ehrlich gesagt in Grenzen hält), sie lassen sich schön hinlegen und reagieren auf ihre Umwelt nicht so stark.

Nach etwa 10 Tagen beginnen Wachstumsschübe (deutlich erkennbar an vermehrtem Hunger, Quengeligkeit und vollen Windeln ;). Danach sind die Neugeborenen wesentlich aufmerksamer, neugieriger, zugleich aber auch genervter und zeigen ihren Unmut laut und deutlich. Da sie nicht mehr so viel schlafen, aber noch nicht leistungsfähig genug für ein Fotoshooting sind, ist es angenehmer, Babys ab dem 11. Lebenstag in Ruhe zu lassen.

Ausnahmen mache ich nur bei Familien, die mich und meine Arbeitsweise kennen (beispielsweise weil ich das erste Kind schon fotografiert habe), weil sie die Abläufe kennen und nicht aufgeregt sind. Nervosität überträgt sich nämlich auf Babys. Mehr Zeit und Geduld ist beispielsweise bei Familien nötig, die noch nie einen Fotografen zu Besuch hatten und gerade ihre allerersten Erfahrungen mit ihrem Baby sammeln.

Ich setze alles daran, dass es so entspannt wie möglich für euch wird!

Das Wichtigste: Ich komme zu euch nach Hause. Damit haben wir viele Vorteile. Ihr habt alles da, was ihr braucht. Ihr braucht euch nicht für einen bestimmten Zeitpunkt fertig machen, sondern könnt stillen und wickeln, wie es das Bedürfnis eures Kindes ist. Zeit bringe ich genug für alles mit. Damit nehmen wir viel Aufregung aus den Fotos.

Bitte behaltet im Hinterkopf: Es gibt kein MUSS, sondern nur KÖNNEN. Wenn euer Baby nicht schlafen will, ist das völlig okey – da ist es eben munter und erlebt alles mit. Wenn ihr fürs Stillen länger braucht: Nehmt euch alle Zeit, die dafür nötig ist. Denn die Bilder selbst entstehen ganz schnell. Der größte Zeitfaktor sind NIE die Fotos selbst, es ist immer die gute Vorbereitung :-).

Ich bringe alles mit, was ich für schöne Bilder benötige – da brauche ich nur vorher eure Entscheidungshilfe. Ihr habt zwei Möglichkeiten:

  1. Wir machen ganz natürliche Bilder im Stil einer Babyreportage. Ich bringe nur meine Kamera und Wechselobjektive mit, eventuell auch einen Flokati und Tücher. Teil der Reportage sind viele Kuschelmomente, Details, Einzelbilder z.B. auf dem Bett, in der Wiege. Fotos beim Stillen und Geschwisterfotos.
  2. Ich unterstütze euch mit meinem Equipment. Dazu gehören ein Hintergrund (damit wir ganz ruhige Bilder bekommen, auf denen nichts im Hintergrund stört – auf meinem Blog seht ihr viele Beispiele davon), Schalen, ein Liegestuhl, ein Flokati, Decken, Tücher und Babysachen, die sehr gut für Fotos geeignet sind. Für ganz dunkle Tage packe ich ein großes Dauerlicht ein, das auf die Bilder schönes fensterartiges Licht zaubert.

 

Noch ein paar kurze Informationen

  • Meldet euch nicht zu spät: Vor allem in der warmen Jahreszeit bin ich frühzeitig ausgebucht.
  • Wenn ihr euch bei mir meldet, notiere ich mir den ET und wir machen den finalen Termin erst aus, wenn euer Baby da ist. Meldet euch da bitte auch so zeitig wie möglich. Zwar plane ich sehr großzügig, so dass es mit Terminen gut klappt. Aber schon wenn ein Baby zu zeitig, eines zu spät und eines pünktlich kommt, kann es passieren, dass ich 3 Shootingtermine in einer Woche unterbringen muss. Da brauche ich eure Unterstützung, dass das reibungslos klappt.
  • Das Fotoshooting dauert ca. 2 Stunden, ich plane aber 3 Stunden ein und biete generell nur einen Termin pro Tag an. Ich plane sie in der Regel für den Vormittag ein, weil er meiner Erfahrung nach besser planbar und ruhiger ist, vor allem mit Geschwisterkindern.
  • Ihr erhaltet immer alle gelungenen Fotos und braucht keine Bildauswahl treffen. Inklusive sind immer die Babybilder, Details, Familien- und Geschwisterbilder. Die Anzahl ist immer etwas unterschiedlich, in der Regel sind es aber mindestens 30.

 

Übrigens 🙂 – das ist Vincent!

Er hat für mich gemodelt und den kleinen „Showroom“ mit Leben gefüllt. Alle Dinge – bis auf Vincent 😉 – in den Bildern kann ich zur Verfügung stellen und habe ich auch meistens mit:

  • meinen Liegestuhl – ganz wichtig, ein Erbstück aus meiner Familie
  • der Strampler – auch ganz wichtig: Ich liebe zum einen neutrale Farben und finde es extrem wichtig, dass Babysachen knapp passen, so dass man viel Haut sieht und das Baby nicht in einem Berg Stoff versinkt
  • der Fußboden und Hintergrund (bitte mich darauf ansprechen, wenn ich diesen mitbringen soll, weil ich sonst immer den hellen einpacke)
  • das gestrickte Deckchen (selbergemacht :))
  • das Leinendeckchen
  • die Holzschale mit dem dazu passenden runden Kissen

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