Das Leben ist keine Reise

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Wer mir immer wieder mein Leben und die sich im Kreise drehenden Gedanken gerade rückt, ist Alan Watts. Großartiger Mann! Mein Lieblingsvideo ist:  https://vimeo.com/176370337

Das Leben ist keine Reise

Sein Grundgedanke ist, das das Leben Musik ist. Und Tanzen. Man lebt nicht für ein bestimmtes Ziel, das man erreichen will. Jede Sekunde ist spannend und lebenswert, jede Erfahrung notwendig und gut. Nicht immer perfekt oder schön. Aber nie sinnlos, nie verschwendet. Jedes Erlebnis macht aus uns den Menschen, der wir jetzt sind, mit genau den Erfahrungen, Gedanken und Wünschen, die uns ausmachen. Mit meinem jetzigen Job hätte ich mein Abitur nicht gebraucht, auch keinen Studienabschluss. Ganz ehrlich – eigentlich nicht mal einen Grundschulabschluss :). Aber ohne das alles wäre ich nicht hier und auch nicht ich. Und alles war schön und wichtig.

Ich finde Alan Watts Gedanken, das Leben- analog zur Musik – spielerisch zu sehen sehr schön. Lachend erzählt er davon, dass wir die Grundschule besuchen, um die nächst höhere Schule zu schaffen und dann müssen wir studieren, um unseren Traumberuf zu lernen. Dort wiederum müssen wir uns hinaufarbeiten, um glücklich zu werden. Und eines Tages wachen wir auf und fühlen uns, als ob wir angekommen wären. Als ob wir alles erreicht hätten, was wir immer wollten. Und doch fühlen wir uns nicht anders als auf dem Weg dahin. Wenn wir aber den Sinn des Leben so definieren, dass das Leben selbst der Sinn ist, können wir all die Zeit erfüllt und bewusst verbringen. Jede Sekunde ist so wertvoll wie die andere und wir sind so viel entspannter.

Viele empfinden gar das Erreichen das großen Ziels und die Zeit danach als besonders frustrierend. Die letzte Seite eines guten Buches, der Olympiasieg, das Abi in den eigenen Händen, das Horten der Geschenke zu Weihnachten und damit das Ende der Vorfreude. Ziele machen uns nicht glücklicher, das Leben zu tanzen schon.

Und Heiraten?

Beim Heiraten ist es nicht anders. Es ist ein Gefühl, von dem die meisten Paare von sich aus nach der Hochzeit berichten: „Wir haben jetzt ein ganzes Jahr alles vorbereitet. Einladungen gestaltet, Dekorationen ausgesucht und besorgt, Dienstleister zusammengesucht etc. Und an einem Tag ist die ganze Arbeit abgefeiert. Schade, dass es so schnell vorbei war.“ Umso wichtiger ist es, die Zeit bis zur Hochzeit bewusst zu erleben. Die Vorbereitung nicht als lästige Arbeit für einen gelungenen Tag zu sehen, sondern als Teil des Ganzen. Heiraten als Ziel zu sehen verfehlt den Sinn des Lebens. Und den Sinn der Liebe, denn danach geht es weiter 🙂

If we thought of life by analogy with a journey, with a pilgrimage, which had a serious purpose at that end, and the thing was to get to that thing at that end. Success, or whatever it is, or maybe heaven after you’re dead.

But we missed the point the whole way along. It was a musical thing, and you were supposed to sing or to dance while the music was being played.

Und ich?

Ich habe mir das Gefühl des Angekommen seins irgendwie erarbeitet. Oder erspielt? Immer wieder habe ich Situationen, Shootings, Kunden, Erlebnisse hinterleuchtet und mich gefragt ob sie mir gut getan haben. Und warum – und wie ich es öfter erleben kann. Danach lebe ich nun. Wachsam und entspannt. Mit Hochzeiten fühle ich mich angekommen. Jede ist ein Abenteuer, jedes Pärchen toll zu erleben, wie sie mit dem Tag umgehen. Die Hochzeit von Claudia und Ingmar auf Schloss Eckberg war dabei eine besondere Erfahrung – ganz unterschiedliche Menschen, super viele Kinder, viel Aufregung, ganz viel innige Liebe und Vertrauen. Und ganz viele Bilder für die Ewigkeit. Zum Erinnern und Genießen.

Informationen

Trauung: Goetheallee

Location Feier: Schloss Eckberg

Band: Jazzlounge

Probeshooting: https://anneliebrux.de/paarfotografie-familie-hochzeit/

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