Bildgeschichten

Bildgeschichten

Dieses Jahr hatte ich eine Sichtbarkeitskrise. Ich habe wenig gebloggt, Instagram nur phasenweise genutzt und meine Seite Facebook im Sommer deaktiviert. Um die Gründe vollumfänglich zu beschreiben, sind sie zu vielschichtig. An dieser Stelle möchte ich nur einen Aspekt herausgreifen, der Instagram und Facebook betrifft:

Ich liebe Bildgeschichten

Und diese passen nicht zu Instagram und Facebook. Für Einzelbilder sind es (zumindest theoretisch) wunderbare Medien. Aber Bildserien haben dort nichts zu suchen. Zum einen weil die Bildgeschichte verloren geht. Zum anderen ist Social Media nicht der geeignete Platz für private Bildserien von Kunden. Die meisten geben mir zwar eine Freigabe, aber so lange ich nicht weiß was Facebook und Co. mit den Bildern machen, spare ich mir Bildserien für meinen Blog.

Was meine ich mit Bildgeschichten?

Ich möchte den Begriff nicht überstrapazieren und keine Märchen in die Fotos hineininterpretiert sehen. Mir geht es um einen bildlichen Zusammenhang, einen roten Faden. Mir gefällt es, die menschlichen Beziehungen zu beobachten und herauszuarbeiten. Ich mag einfache Abläufe und Momentaufnahmen, die aus der Begegnung heraus entstehen. Mein Part ist nur das Auslösen im richtigen Moment. Für mich bedeutet das, dass ich immer aufmerksam bin, die Umgebung nach Licht, Rahmen, Formen absuche und so meine Position und Perspektive finden kann. Und dann warte ich mit dem Finger auf dem Auslöser auf Berührungen, Bewegungen und Beziehungen. Und ich kann gleich sagen: Die analoge Fotografie wäre nichts für mich. Von einem zweistündigen Fotoshooting komme ich selten mit weniger als 400 Bildern nach Hause.

Für mich entstehen Bildgeschichten durch die Magie des Moments. Wir streben kein bestimmtes Bild an sondern lassen uns treiben. Die richtigen Fotos entstehen von ganz allein. Ohne Druck, nur im hier und jetzt. Im Miteinander.

Lasst uns wandern gehen!

Die Sächsische Schweiz hat mich lange nicht tangiert. Wandern sowieso nicht. Unspannend. Nun, wo die Tage voller werden, die Verantwortungen drücken, der Schlaf mangelt und der Stress bisweilen den Alltag bestimmt, kommt die Sehnsucht nach „Unspannend“ auf. Die Seele baumeln lassen, den Wind um die Nase spüren. Und so zieht es uns ab und an in die Sächsische Schweiz.

Eigentlich wollten Sandra und ich eine Fotowanderung machen, Tobi und Ansgar hatten aber Lust mitzukommen. So wurden es Familienerinnerungen.

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